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Der Aufbau PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Garlik   
Dienstag, 23. Februar 2010 um 21:38 Uhr

Chassis

Das Chassis eines Karts besteht aus einem Rund- oder Ovalrohrrahmen aus Stahl. Vorn, an den Seiten und optional auch hinten gibt es Kunststoff-Verkleidungen als Auffahrschutz. Bei leistungsstarken Karts kann ein Heckflügel angebaut werden. Da Karts keine Federung besitzen, muss der Rahmen Stöße aufnehmen können, ohne dabei zu brechen bzw. allzu stark nachzugeben. Die Steifigkeit des Chassis kann durch den Einbau zusätzlicher Stabilisatoren an die Streckenbedingungen angepasst werden.

Motor

Der Kart-Motor befindet sich vor der Hinterachse (Mittelmotor), meist leicht versetzt schräg hinter dem Fahrer. Ursprünglich wurden in Karts hauptsächlich Ein-Zylinder-Zweitaktmotoren aus Motorrädern verwendet, entsprechend schreiben auch die meisten Rennserien diese Motoren vor. Insbesondere im Hobbysport kommen aber mittlerweile auch Viertakt-, Wankel- oder Elektromotoren zum Einsatz, darunter Exoten wie Motoren aus Ultraleichtflugzeugen mit über 600 cm³. Im Kartsport werden in der Regel Motoren mit 60 – 250 cm³ Hubraum eingesetzt. Deren Leistung reicht von 6 PS (gedrosselt, „Bambini“) bis 235 PS bei 1000 ccm (R1-Turbo Motorradmotor auf verlängertem Chassis) beim leistungsstärksten bislang bestätigten Kart („4-Stroke-Superkart“).

 

Kraftübertragung

Die Kraftübertragung erfolgt vom Motor über eine Kette an die Hinterachse. Durch Auswechseln der Zahnräder an der Achse und am Motor lässt sich die Übersetzung an die Streckenverhältnisse anpassen, bei leistungsstarken Karts kommen drei- bis sechsgängige sequentielle Schaltgetriebe zum Einsatz. In modernen Karts sorgt eine Fliehkraftkupplung dafür, dass der Motor bei langsamer Fahrt oder im Stand nicht ausgeht.

Da Karts kein Differentialgetriebe haben, muss bei Kurvenfahrt ein Hinterrad rutschen. Um die dadurch entstehende Bremswirkung und die Belastung des rutschenden Reifens zu verringern, ist das Chassis so konstruiert, dass das kurveninnere Hinterrad leicht abhebt und so die Bodenhaftung verliert.

Gebremst wird über eine seilzugbetätigte oder hydraulische Scheibenbremse an der Hinterachse. Auch zusätzliche Front-Scheibenbremsen werden eingesetzt, sind aber in den meisten Rennserien verboten. Betätigt wird die Bremse mit dem linken Fußpedal (rechts befindet sich das Gaspedal).

Kartreifen – in der Regel schlauchlose, luftgefüllte Gummireifen – sind deutlich kleiner als normale Reifen, die Felgen haben meist einen Durchmesser von 5 bis 6 Zoll. Wie in anderen Motorsportarten auch gibt es Slicks, Regenreifen und Intermediates.

(Quelle: Wikipedia.org)